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- Fliehkräfte im Netzwerk
- Paris ist eine Reise wert... (Reisebereicht von unserer Paris-Reise 1991)

 

 

Fliehkräfte im Netzwerk

c&p aus einem Forum

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Hallo zusammen,

kürzlich habe ich mir Wohnungsintern ein Gigabit-LAN aufgebaut. Leider kam es in der Verbindung immer zu vielen Paketverlusten.
Ich habe inzwischen alle anderen Fehlerquellen geprüft, daher gibt es für mich nur eine Möglichkeit:

In meiner Wohnung gibt es einige Gänge und Türen, dadurch müssen die Leitungen viele Kurven nehmen.
Allerdings entstehen dadurch bei dem riesigem und vor allem schnellem Datendurchsatz natürlich enorme Fliehkräfte in den Kurven.
Die Daten schaffen also die Kurve nicht, und fliegen quasi aus dem Kabel.
Allerdings kommt Löcher bohren nicht in Frage, W-LAN ist mir zur Zeit finanziell auch nicht möglich.

Gibt es eine Möglichkeit wie die Daten die Fliehkräfte überwinden und trotzdem die Kurven schaffen? Villeicht spezielle Kabel? Seltsamerweise finde ich dazu bei Google auch nichts.

Wäre für Tips dankbar.

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Die Antworten darauf sind hier zu finden:
http://makeashorterlink.com/?C3E762BB8
 


PARIS IST EINE REISE WERT

(Autor: Kurt W.Hirschi)
Nach längerem Zögern entschlossen wir uns, doch mal eine Reise nach Paris zu unternehmen. Kollegen von mir erzählten viel von Paris. Es sei eine sehr imposante Stadt. Also studierten wir mal verschiedene Reise­pro­spekte von Paris und verglichen die Preise. Langsam aber sicher kristal­lisierte sich als Transportmittel die Eisenbahn heraus. Man kann bequem an irgend einem Bahnschalter alles buchen lassen, von der Fahrkarte bis zum Hotel und sogar die Führungen und was sonst noch so alles dazuge­hört. Wir wollten aber frei sein, deshalb wählten wir Paris à la carte. Die Bahn musste also nur unseren Transport und das Hotel buchen. Auch die Billette für die Métro wurden organisiert. Es kann also nichts schief gehen. Rechtzeitig sind wir auch, denn wir buchten unsere Reise bereits einen Monat im Voraus. Nach zwei Wochen hatten wir immer noch keinen Bescheid ob alles klappen wird. Eine Woche vor der Abreise kam endlich die Bestätigung, dass es klappe. Die Billette hatten wir aber immer noch nicht. Am Sonntag, 4. August 1991 wollten wir losfahren, und es war schon Dienstag. Am Mittwoch kam dann der lang ersehnte Anruf, man könne die Fahrkarten abholen. Alles schien in bester Ordnung zu sein. Am Samstagabend hatte meine Bessere Hälfte den Koffer gepackt. Wir waren alle ziemlich aufgeregt, denn wir durften am Sonntagmorgen den Bus und auch den Zug nicht verpassen, denn es war ja alles für uns reserviert. Und den ganzen Tag in einem Zug stehen müssen ist auch nicht gerade das "gelbe vom Ei". Also richteten wir alle Wecker und bestellten auch noch den Telefonweckdienst für sechs Uhr morgens, denn um zehn nach sieben fährt der Bus. Wir begaben uns frühzeitig zu Bett und schliefen trotz allem ruhig ein. In der Nacht, um ca. halb zwei, erwachte ich. Es roch ganz streng nach irgend etwas Komischem. Der Geruch kam natürlich aus dem Kinderzimmer. Einer der Söhne hatte von der Pfadi (Pfadfinder) einen Handwärmer. Der sieht aus wie ein Brillenetui. Man zündet einen speziellen Kohlestab an und legt ihn in dieses Etui. Die Kohle glimmt langsam vor sich hin und gibt so Wärme ab. Der Herr Sohn hat diesen Handwärmer am Abend angezün­det. Warum? Nie­mand weiss es. Er hat ihn auch noch mit ins Bett genom­men. Jetzt, in der Nacht, merkte er, dass es schon ein handtellergros­ses Loch in die Matratze gebrannt hatte. Er goss einige Trinkglä­ser voll Wasser auf die angesengte Stelle, damit sicher nichts mehr passieren konnte. Die Kinder mussten wir evakuieren. Einer kam zu uns, der andere ins Gästezimmer. Meine Frau hatte zwischen uns beiden dann doch zu warm und schlief schliesslich in der Stube auf dem harten Fussboden. Um sechs Uhr wurden wir geweckt. Es stank immer noch fürchterlich in unserer Wohnung. Neugierig öffneten wir die Kinderzimmertüre und siehe da, die Matratze brannte immer noch fröhlich vor sich hin. Sie glimmte zum Glück nur, aber zum Stinken reichte es völlig. Die Bettstatt war auch schon angesengt. Unser älteste Sohn und ich hoben die Matratze aus der Bettstatt und beförderten sie ruhig ins Freie. Dazu nahmen wir den Weg durch die Stube. Leider fielen ölige Russreste auf den Teppich und wirkten etwa wie Stempelkissen, nur dass Stempelkissen nicht stinken. Vor dem Haus rauchte die Matratze derart stark, dass ich sie umwerfen musste. Der Gestank stieg die Hausfassade hoch, und der Wind blies den Rauch in die oberen Wohnungen... Mir blieb nichts anderes übrig als die Feuer­wehr zu rufen. Wenn ein kleiner Fleck mit soviel Wasser nicht gelöscht werden kann, wie dann erst eine brennende Matratze! Einige Minuten nach sechs waren die Feuerwehr und die Polizei schon da. Die Feuerwehr rückte mit den üblichen drei grossen Fahrzeugen in unserem Quartier an: Mit dem Tanklöschfahreug, mit der Drehleiter und dem Mannschaftswagen. Alles Fahrzeuge, die nicht übersehen werden können. Die Matratze war schnell gelöscht. Aber um zehn nach sieben fährt der Bus, und ich musste doch noch die pflotschnasse Matratze entsorgen. Gefrühstückt hatten wir auch noch nicht. Ich zog mich schliesslich an, rollte den Rest der Matratze zusammen und band ihn mit einem Strick fest; dann legte ich ihn an den Platz, wo man die Kehricht­säcke depo­niert, direkt an unserer Quartierstrasse, dort, wor jeder vorbei geht, die Leiche der Matratze sieht und den Gestank aus dem Kinderzimmer riecht. Jeden­falls erwisch­ten wir den Bus. Aber es war komisch. Es roch überall von diesem Kunststoff. Sogar im Bus. Plötzlich merkte ich, dass ich beim Zusammen­rollen der Matratze von diesem stinkigen Wasser mein Hosenbein durch­tränkt hatte. Daher also der begleitende Geruch. Zurück konnte ich nicht mehr, also auf die Zähne beissen und sich an den Geruch gewöh­nen. Kennen tut mich ja doch keiner, also darf ich stinken. Zudem  wollten wir ja nur nach Paris, und ich hatte selbstverständlich nur diese eine Hose dabei. Durch ein Missver­ständnis bei der Bahn hatten wir schon ab St. Gallen erste Klasse bekommen und nicht erst im TGV. Aber das war uns nur angenehm. Wir hatten eine ruhige, erholsame und schöne Fahrt nach Genf.

OH JE GENF

In Genf hatten wir eine Stunde Aufenthalt. Also deponierten wir den Koffer in einem Schliessfach. Er ging nur bis zum Griff hinein. Dort stellte er wegen eines halben cm an. Ich drückte den Koffer leicht zusammen und schob ihn hinein. Jetzt hatten wir schön Zeit auszukundschaften, wo und wie man durch den Zoll kommt. Auch das Shopville in Genf ist sehenswert. Die Zeit verflog viel zu schnell. Eine Minute nach 13 Uhr fuhr der TGV ab. Wir hatten aber noch Zeit genug, den Koffer zu holen. Ich zog ihn heraus, aber nur ein kleines Stücken, dann stellte er an. Das Schliessfach hatte oben eine ca 20 cm breite Metalleiste. Beim Hineinschieben konnte ich den Koffer ein biss­chen zusammendrücken, aber jetzt musste ich mit meinem Arm neben dem Koffer durch die schmale Oeffnung hineinlangen um ihn zusammendrücken. Ich hatte aber zuwenig Platz mit dem Arm. Also schob ich den Koffer wieder zurück, um mit dem Arm hinein zu kommen. Jetzt versuch­te ich es in der Not mit roher Gewalt und riss den Koffer heraus. Der Arm kam durch den zu schmalen Schlitz heraus, aber der Koffer blieb drin. Dafür hatte ich am ganzen Unterarm eine blutunterlaufene und hochgeschwollene Schürfung. Weh tat es in der Aufregung nicht. Aber der Zug fährt doch 13h01. Und es ist schon 12h45. Ein Blech müsste man haben. Das könnte man wie einen Schuh­löffel einsetzten. Aber an einem Sonntagmorgen hat ja bekanntlich jeder in Genf am Bahnhof ein für mich passendes Stück Blech. An­dreas rannte zum Schliessfachwär­ter. Der ging mit ihm in ein Büro. Dort sass ein Fräulein, die wollte die Schliessfachnummer wissen. Das half uns noch am allermeisten. Um 12h55 rannte ich auf Perron 1 um evtl. irgendjemanden oder irgendewas zu finden. Ich fand niemanden. Dann sah ich einen Metallhammer mit einem langen Stiel, wie ihn die Konduk­teure verwenden um die Bremsen zu kon­trollieren. Ich schnappte mir den kurzerhand und rannte wieder zu den Schliessfächern. Mit Hilfe dieses Ham­mers konnten wir dann den Koffer zu­sammendrücken und herausziehen. Ordentlich, wie ich nun mal bin, habe ich den Hammer auch wieder zurückge­bracht. Jetzt also über den Zoll und in den Zug. Was wird wohl der Zöllner sagen, wenn er meinen blutunter­laufenen Arm und die gestresste Familie sieht? Eilig hatten wir es ja, denn in zwei Minuten fährt der Zug. Aber wie die Franzosen nun mal sind: laissez fair, er beachtete uns nicht. Kaum hatten wir unsere reservierten Plätze im Zug gefunden, fuhr der auch schon los, noch bevor wir das Gepäck verstauen konnten. Alles ging glatt. Nur tat mir jetzt der Arm weh, und meine Hose stank fürchterlich. Aber was solls, schliesslich waren wir ja in der ersten Klasse und in "besserer" Gesell­schaft.


 

UND PARIS...

Die Fahrt ist sehr zu empfeh­len. Frank­reichs Landschaft hat ihre ganz besonderen Reize. In Paris ange­kom­men, mussten wir uns erst mal in der Métro zurechtfinden. Wir durch­schau­ten das System noch nicht. Da kam eine Nonne in Begleitung eines Pärchens. Die konnten wir fragen. Das Pär­chen war um die 40 und sah wie einheimi­sch aus. Die Dame zeigte uns, wo wir einsteigen mussten, sagte aber nicht, dass wir hätten umsteigen müssen. Das Weib begleitete uns nicht nur, sie schwatzte und schnorr­te ganze Bibliotheken voll zusammen, ohne eigentlich etwas zu sagen. Sie nahm sogar Tuchfühlung mit mir auf. Auch an unserem Ältesten fummel­te sie dauernd her­um, wie es Taschen­diebe eben zu tun pflegen. Ausreissen konnte sie uns nichts. Hätte ich sie nicht nach dem Weg gefragt, ich hätte ihr ein Bein gestellt. Aber es war wohl besser so. Sie hatte nämlich noch ihren Begleiter dabei, und der glich eher einem Wandschrank wie nur einem starken Schläger. Endlich konn­ten wir sie abschüt­teln. Ich erkundigte mich dann an der Sprechanlage, wie wir in unser Hotel kämen. Von da an ging alles glatt. Wir fanden unser Hotel und unser Zimmer. Im Zimmer angelangt, setzten wir uns alle auf ein Bett und überlegten, ob wir nicht gleich umkehren und wieder nach Hause fahren sollten. Alles was wir erlebt haben, ist an einem einzigen Tag passiert. Soviel kann uns Paris in einer Woche unmöglich bieten.

Was wir in Paris alles schönes erlebt haben, kann man fast nicht be­schreiben. Das muss man erlebt haben. Etwas habe ich gelernt: In Paris hat es doch überall Clochards. Ich sah aber keinen einzigen. Wir sahen nur ab und zu arme Menschen, die in Abfallei­mern wühlten um etwas Essba­res zu fin­den. Sie trugen zerlumpte Klei­der und waren zum Teil sehr schmut­zig, aber es waren Menschen. Die Ferien in Paris waren viel zu schnell vorbei. Museum sahen wir keines, dafür haben wir Paris gesehen. Wie kurz eine Woche doch sein kann! Wir mussten die Heimreise viel zu früh antreten. Probleme hatten wir auf der Heimfahrt merkwürdigerweise keine. Ob wir da etwas falsch gemacht haben?
Als wir zu Hause ankamen, stellten wir fest, dass uns einige Leute in der Nachbarschaft fast nicht mehr grüssten. Schliesslich hatten wir den Zimmer­brand ja absichtlich gelegt und hatten erst noch die bodenlose Frechheit, in die Ferien zu fahren. Eine liebe Nachbarin begrüsste mich aus Versehen mit Herr Brändli; wo wir doch Hirschi heissen!